Bau von weiteren Brunnen

Am 28. Mai 2018 bewilligte die Stiftung Nord-Süd-Brücken in Berlin Fördermittel in Höhe von 15.250 EURO für den Bau weiterer 8 Brunnen in Dörfern um Mahenge herum. Bis Dezember 2018 werden diese Brunnen gebaut. Eigenmittel von ca. 5000 € wurden hierfür benötigt.
Ein zweiter Antrag für 8 Brunnen für Dörfer um Ngoheranga, das etwa 100 km westlich von Mahenge liegt, wurde noch im Juni 2018 gestellt.

Aus dem Abschlussbericht (Sachbericht) „9 Brunnen für Dörfer bei Mahenge“ an die Stiftung Nord-Süd-Brücken, können einige detaillierte Informationen entnommen werden.
Hier finden Sie den Bericht zum Download.

Bisher (Stand Juni 2018) konnte unser Verein, gemeinsam mit seinen Partnern, insgesamt 33 Brunnen in Tansania bauen. Im Jahre 2019 hoffen wir, mit Hilfe vieler Spender und der Stiftung Nord-Süd-Brücken, den 50. Brunnen zu bauen.
Damit jeder Mensch im District Ulanga (Diözese Mahenge) Zugang zu sauberem Wasser hat, sind aber noch mehrere Dutzend Brunnen notwendig.
Jede Spende ist willkommen und kann durch Fördermittel vervierfacht werden.
Für einen Brunnen, der ca. 2500 € kostet, sind somit ca. 650€ an Spenden erforderlich.
Weitere Anfragen für neue Brunnen liegen uns bereits vor, so z.B. von der Gemeinde in Mwaya für fünf Brunnen. Der Bedarf an Brunnen ist in der ganzen Diözese Mahenge noch immer sehr groß. Wir wissen allein von ca 15.000 Menschen , die noch keinen Zugriff zu sauberem Wasser haben!
Es fehlen also ca 60 Brunnen unserer Bauart, die jeweils ca. 250 Personen versorgen.

Sauberes Wasser ist entscheidend für Lebensqualität

Durch den Bau eines einfachen Brunnens mit Handpumpe (in Tansania als  „Shallow well“ bezeichnet), verbessert sich die Lebenslage für ca. 250 Menschen deutlich und bringt u.a. folgende Fortschritte:

1. Erleichterung der schweren Arbeit der Frauen (oft werden bis zu 20kg Wasser
auf dem Kopf geschleppt); Verkürzung der Wege und damit Zeit- und Kraftersparnis für die Frauen bei der täglichen Beschaffung des Wassers für die Familie. Diese Zeit- und Kraftersparnis hat sekundäre Auswirkungen auf alle Bereiche des Lebens.

2. Ein deutlicher Rückgang vieler Krankheiten (Typhus-Fieber, Durchfallerkrankungen, Wurmkrankheiten); weniger Ausgaben für Medikamente, weniger Leid, mehr Lebensfreude.

3. Die Lebenssituation insbesondere der Frauen und Kinder verbessert sich. Die Frauen haben mehr Zeit für die Arbeit auf den Feldern, die besser gepflegt werden können, was bessere Ernten und höhere Einkommen generiert.

4. Kinder gehen regelmäßiger in die Schule, da sie weniger Zeit für die Wasserbeschaffung aufwenden müssen.

5. Weniger Auseinandersetzungen zwischen den Ehepartnern.

6. Filbert Mhasi berichtete uns von Frauen aus der Gemeinde, die feststellten: „Die Brunnen haben den Frauen die Freude zurückgebracht.“

2015: Die folgenden Bilder des Wasserbauingenieurs David Kaijage zeigen die Vorgehensweise beim Bau von Brunnen und die Eigenleistung der Dorfbewohner:

  • Erkundung des besten Standortes für den Brunnen bei kostenlose Bereitstellung von Land für den Brunnen
  • Niederbringung von Probebohrungen
  • Bohren oder Graben des Brunnens je nach Beschaffenheit des Bodens
  • Bereitstellung von Sand, Kies und gebrannten Ziegeln durch die Dorfbewohner
  • Auskleiden des Brunnenschachtes und Auffüllen mit Steinen und Kies
  • Einbringen der Rohre und Montage der Pumpe
  • Versiegeln der Brunnenoberfläche mit Beton

2016: Die Bilder der Wasserbehörde des Ulanga-Districts zeigen ebenfalls sehr schön die einzelnen Bauphasen eines Brunnens. Bei felsigem Untergrund können die Brunnen nicht gebohrt werden, sondern müssen aufwenig ausgeschachtet und mit Steinen ausgekleidet werden.

Hier eine Zusammenfassung zum Download.

Hier ein Original-Brief (mit Übersetzung) von Fr. Filbert Mhasi, der aktuell schildert, wie gut es mit den Brunnen, die im Dezember 2016 bzw. Januar 2017 fertiggestellt wurden, funktioniert.